Lebenslänglich für Kindstötung

„Es tut mir unheimlich leid und wenn ich könnte, würde ich es rückgängig machen. Nicht für mich, sondern für meine Tochter“, sagte die Angeklagte zum Abschluss der Plädoyers (ich berichtete hier letztes Jahr darüber).

Billige Worte einer 23jährige Kindermörderin, die wahrscheinlich schon, seitdem sie ihre Schwangerschaft entdeckt hatte, wusste, was sie am Tag ihrer Niederkunft zu tun hatte: nämlich dem frisch geborenen Mädchen ein Stück Küchenrolle in den Mund zu stopfen, es am Straßenrand liegen und ersticken zu lassen.

Das Landgericht Ravensburg verurteilte die junge Frau zu lebenslanger Haft. Mildernde Umstände erkannte das Gericht nicht; auch wenn der Gutachter ausführte, dass die Frau ein dahingehendes traumatisches Erlebnis hinter sich gehabt hätte. Mit 17 Jahren war sie erstmals schwanger. Ihr damaliger Freund wollte das Kind nicht haben und trat ihr in den Bauch, so dass sie das werdende Kind verlor.

Vielmehr folgte der Richter der Staatsanwaltschaft, die eine erschreckende Entsorgungsmentalität bei der Täterin feststellte:

„Sie ist danach nach Hause gefahren und hat nach eigenen Angaben sehr gut geschlafen“, berichtete der Anklagevertreter. Die Tat sei aus niederen Beweggründen und aus „besonders krasser Selbstsucht“ begangenen worden. Die Beschuldigte habe ihr „neues Leben“ mit ihrem Partner nicht gefährden wollen.

Bericht

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