Das Damendelikt: Falschbeschuldigung

Ein Freund von mir baute einer Freundin über drei Wochenenden eine neue Küche in ihre Wohnung ein. Sie war mit ihm schon Monate davor intim und beim Einbau auch. Als die Küche stand, zahlte sie ihm nicht den vereinbarten Lohn, sondern zeigte ihn wegen Vergewaltigung an. Es wurde ermittelt, er nahm sich einen Fachanwalt. Sechs Wochen später wurden die Ermittlungen eingestellt. Die Falschbeschuldigerin wurde nicht weiter von der Staatsanwaltschaft verfolgt. Der Freund schuldet dem Anwalt 500 €.

Mein Freund hatte Glück gehabt, dass er so schnell aus der Bredouille war. Falschbeschuldigungen durch Frauen, wegen angeblicher sexualisierter Gewalt sind heutzutage gang und gäbe und ein Damendelikt. Ein anderer Freund, der Ausbilder im Pflegedienst war, wurde zweimal von Schwesterschülerinnen der sexuellen Belästigung bezichtigt; Grund war beides Mal eine schlechte Beurteilung durch ihn. Beim ersten Fall wurde ihm noch geglaubt und der Fall ad acta gelegt. Beim zweiten Mal wurde lange ermittelt und seine Kollegen befragt. Er kündigte daraufhin.

Das sind zwei Fälle von Falschbeschuldigungen aus meinem nächsten Freundeskreis. In den Zeitungen werden Falschbezichtigungen nur noch erwähnt, insoweit sie ob ihrer außerordentlichen Bösartigkeit aus dem gewohnten Rahmen herausragen. So der Fall von Norbert Kuß, der jetzt abschließend vor dem Saarbrücker Oberlandgericht 60.000 € Schadenersatz zugesprochen bekam. Die Gutachterin Retz-Junginger wurde am 23. November verurteilt, weil sie statt zu gutachten, der minderjährigen Pseudologin glaubte. Dementsprechend schlampig war das Gutachten, nach dem das Gericht Kuß 2004 schuldig sprach und für drei Jahre hinter Gitter schickte. Er verlor seine Pension und wurde im Gefängnis schikaniert. Nach zwei Jahren kam er aus der Haft; anschließend begann eine jahrelange bis dato währende juristische Auseinandersetzung.

Ein anderer Fall von Falschbeschuldigung begann nach der letzten Silvesternacht auf der Fressgasse in Frankfurt. Ein Wirtsleutepaar berichtete, dass etwa 50 Araber in ihrem Imbiss randaliert und die Wirtin betatscht hätten. Inzwischen ermittelte die Polizei jedoch, dass die bezichtigende Wirtin Silvester in Belgrad verbracht hatte. Pech gehabt, jetzt ist ihr Laden zwar wieder in aller Munde, nur das Opferabo für die Frau ist perdu. Inzwischen liegt der Fall bei der Staatsanwaltschaft, doch ob am Ende die Frau verurteilt werden wird, ist fraglich. Jedenfalls liest man nur selten etwas von der Aburteilung einer Falschbeschuldigerin. Ist halt doch ein Damendelikt.

Chronologie des Falles Kuß

Bericht zur Fressgasse

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